Digitalisierung – Medientipp 9

Digitalisierung - Medientipp 9

Moderne Physiotherapie – Wandel durch Digitalisierung

„Digitalisierung muss man nicht erleiden, sondern gestalten“, so Gesundheitsminister Jens Spahn. Und spätestens seit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) müssen sich auch Physiotherapeuten mit der Einbindung digitaler Elemente in die Praxis auseinandersetzen. Die moderne Physiotherapie ist im Wandel durch fortschreitende Digitalisierung.

Unser Leben und Arbeitsalltag wird momentan von der noch immer anhaltenden Pandemie bestimmt. Die Auswirkungen der Coronakrise sind an vielen Stellen spürbar. So auch in der Physiotherapie, denn viele Physiotherapie Praxen haben einen deutlichen Einbruch an Patientenzahlen erlitten und kämpfen infolge dessen mit Existenzängsten.

Aber – die Krise hat die Fortschritte in puncto Digitalisierung auch im Gesundheitswesen und der Physiotherapie deutlich beschleunigt.

Das Thema E‑Health ist in aller Munde. Telemedizinische Anwendungen sind keine Randerscheinung mehr. Es entstehen immer mehr Möglichkeiten, über Videotelefonie mit Ärztinnen und Ärzten in Kontakt zu treten und Sprechstunden, Beratungen oder sogar Behandlungen auf diesem neuen Weg in Anspruch zu nehmen.

Digitalisierung Physiotherapie
Digitalisierung Physiotherapie

Moderne Physiotherapie mit KI

Neben den gesetzlichen Veränderungen und Angeboten wie Videosprechstunden stößt auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Trainings- und Therapiegeräten auf größeren Zuspruch.
So gibt es beispielsweise Geräte, welche anhand präziser Analysen die Bewegungen der Patienten tracken und diese sekundenschnell auswerten. So können Feedback und ggf. Korrekturhinweise zur jeweiligen Übungsausführung gegeben werden. Außerdem wird die Übung auf dem Bildschirm von einem virtuellen Therapeuten angezeigt, welcher der Patient einfach folgen kann.

Der große Vorteil dieser Therapiemethode: Durch eine personalisierte QR-Code Karte, mit welcher man die jeweiligen Übungen starten kann, ist ein völlig kontaktloses Training mit genügend Sicherheitsabstand möglich. Und durch die Bewegungsanalyse ist zu jeder Zeit eine korrekte und sichere Übungsausführung gewährleistet.

So können die Therapeuten erheblich bei ihrer alltäglichen Arbeit und der Betreuung ihrer Patienten nicht nur während der Coronakrise unterstützt werden.

Inzwischen haben verschiedene physiotherapeutischen Verbände mit dem Physiotherapeutennotdienst eine Plattform geschaffen, welche Ärzte, Kliniken und Patienten mithilfe einer Postleitzahlen-Suche auf Physiotherapeuten in Wohnortnähe aufmerksam macht. Zusätzlich wird angezeigt, welcher Therapeut welche telemedizinischen Dienste anbietet. So wird auch den Patienten der Zugang zu den neuen Methoden vereinfacht.

Digitalisierung Gesundheitswesen
Digitalisierung Gesundheitswesen

Oder wäre es nicht hilfreich, wenn z.B. der Aufnahme-Prozess schon beim Eintreffen des Patienten abgeschlossen wäre?

Für Krankenhäuser beipsielsweise gibt es bereits Software, die den Patienten durch den Aufnahmeprozess begleitet. Mit einer App können Patienten bereits zu Hause alle wichtigen Daten erfassen, gesichert an das Krankenhaus übermitteln und dann mobil einchecken.

Warum das nicht auch für den Praxisdienst umsetzen?

Termine werden online vereinbart. Daten und Dokumente werden vor Behandlungsbeginn digital zur Verfügung gestellt. Diese werden anschließend automatisch in die digitalen Krankenakten der Praxen übermittelt. So erfolgt keine Doppelerfassung und die Qualität und Effizienz steigen dadurch deutlich. So würden die Physiotherapeuten entlastet und könnten sich mehr ihren Patienten widmen.

Die Digitalisierung könnte in naher Zukunft fast alle Bereiche der Physiotherapie betreffen und wird auch von immer mehr Patienten gewünscht.

samedi hat die Studie „Digitalisierungsreport 2019: Der digitale Patient im deutschen Gesundheitswesen“ (Quelle: https://www.samedi.de/downloads/studienergebnisse-einzelauswertung-samedi-gmbh-2020.pdf, Stand August 2019) in Auftrag gegeben. In dieser wurdem über 1000 gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland zur Digitalisierung im Gesundheitswesen befragt.

Dabei gaben 57 Prozent der Befragten an, dass sie Termine nur selten online buchen. Und warum ist das so? 74 Prozent gaben dazu an, dass dies von Ärzten und Therapeuten zu wenig angeboten wird. Das zeigt einmal mehr, dass sich Patienten mehr digitale Möglichkeiten im Gesundheitswesen wünschen.

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Andrea Michalowski

Ein Gedanke zu ”Digitalisierung – Medientipp 9

  1. Vielen Dank für die Weitergabe dieses Artikels über Physiotherapie. Meine Mutter hat einige gesundheitliche Bedenken. Ich werde ihr von Physiotherapie erzählen und mit einem Arzt sprechen, um mehr darüber zu erfahren, wie sie ihr helfen könnte.

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