Digitalisierung – Medientipp 8

Podcasts

Digitalisierung - Medientipp 8

Was sind Podcasts und wofür braucht man diese?

Spätestens seit Corona sind Sie in aller Munde – Podcasts. Die bekanntesten sind wohl:

  • Prof. Drosten, der uns im NDR (Stand 05.06.20) täglich ein Corona-Virus Update gibt oder
  • Angela Merkel, die sich während ihrer Quarantäne-Zeit der Herausforderung stellen musste, ihre Ansprachen in Video-Podcasts (Stand 05.06.20) zur Verfügung zu stellen.

Laut Wikipedia ist ein Podcast:

Ein Podcast ist eine Serie von meist abonnierbaren Mediendateien über das Internet. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcast und der Bezeichnung für den tragbaren MP3-Player iPod, mit dessen Erfolg Podcasts direkt verbunden wurden.

Quelle: Wikipedia – Podcast

Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Audio- oder Videodatei. Viel mehr handelt es sich um eine Serie von Audio- oder Videodateien. Im Prinzip ist das wie mit unserem Blog: Dieser besteht auch aus mehrerern Artikeln, die nach und nach veröffentlicht werden. Ein Podcast ist dasselbe, nur eben mit Audio- bzw. Videoanhang.

Das Abonnieren und Herunterladen eines Podcasts ist immer kostenlos.

Die Podcasts werden entweder von den Anbietern selbst, durch Werbung oder bei öffentlich-rechtlichen Sendern durch Rundfunkgebühren finanziert. Eine Ausnahme bilden Podcast-Formate von Audible, Spotify etc..

Podcasts können am Smartphone oder am Rechner abonniert werden. Für das Smartphone kann man sich teilweise kostenlose Apps installieren und am Rechner verwendet man iTunes oder Podcastportale wie podcast.de

Podcasts gibt es zu allen möglichen Themen von humorvoll über informativ, ob als Faktencheck oder einfach nur unterhaltsam. Für jedes Interessengebiet ist etwas dabei.

Werbung für Podcasts

Doch wie findet man ein passendes Podcast-Thema?

Unternehmen sollten nicht nur firmeninterne Nachrichten verarbeiten. Viel mehr geht es darum, das eigene Fachwissen aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Das ist wichtig, denn dem Nutzer soll Wissen vermittelt und damit ein Mehrwert geboten werden.

Es ist aber genauso wichtig, sich der Zielgruppe bewusst zu sein. Einem passionierten Radfahrer interessieren sicher nicht die neuesten Autotunning-Tipps. Außerdem macht es einen Unterschied, ob Sie sich an Fachpublikum oder an interessierte Laien wenden, denn Sprache und Komplexität der Inhalte können beim Fachpublikum auf einem anderen Level sein, als beim interessierten Laien.

Ideen / Beispielthemen

Seien Sie bei der Findung Ihrer Themen kreativ, sonst wirken die Beiträge schnell trocken und verstaubt. Niemanden interessieren beispielsweise blanke Produktbeschreibungen. Beschreiben Sie in verschiedenen Beiträgen auch das Drumherum Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung. Bringen Sie Ihre Zuhörerschaft mit witzigen Anekdoten zum Schmunzeln. So können Sie Stück für Stück eine ganze Serie aufbauen. Beispiele sind:

  • Autohäuser: Welche Arten der Mobilität gibt es? Warum können wir nicht vom Auto lassen? Cartoons auf Rädern – Satirische Geschichten zur Mobilität, …
  • Gastronomie: Ernährungsmythen oder einen Beitrag über „Hopfen und Malz“ – Entstehung der Biergeschichte, Unterschiede in den Ländern, …
  • Einzelhandel: Tascheninventur – Podcast über Taschenmesser, Taschenlampen, Rucksäcke und anderes Zeug, das wir jeden Tag mit uns herumtragen mit technischen Infos, Reviews und Features, aber auch Interviews, …
  • Sprachschulen: kurze Sprachkurse oder einen Beitrag über die 10 ältesten Sprachen, …
  • Bibliotheken: Podcasts über bekannte Dichter der Vergangenheit oder die Schriftsteller der Gegenwart. Diese können auch gut mit Interviews oder Lesungen kombiniert werden, …

Gute Podcasts brauchen immer Vorbereitung

Ihr Podcast muss immer einen gewissen Nutzen für die Zuhörer bringen. Deshalb sollten die Informationen nicht aufgewärmt oder zu oberflächlich sein, sondern interessant und relevant. Sinnvoll sind außerdem praktische Hinweise, Insider-Tipps oder eine neue Perspektive auf branchenspezifische Diskussionen.

Es ist nicht wichtig, ob es sich um einen Audio oder Video Podcast handelt. Viel wichtiger ist die Frequenz. Die Beiträge sollten mit einer gewissen Regelmäßigkeit produziert und verbreitet werden. Nur so kann sich eine Fangemeinde bilden, die per RSS den Podcast abonniert und im Optimalfall über die Netzwerke weiter verbreitet. Das wiederum steigert Ihren eigenen Bekanntheitsgrad.

Brauche ich einen Redaktionsplan?

Die eindeutige Antwort: Ja, wenn Sie Ihren Podcast nicht nach zwei oder drei Ausgaben aus Mangel an Ideen wieder einstellen wollen. In einem Redaktionsplan können Sie für die ersten Wochen oder Monate mögliche Podcast-Themen festgelegen.

Machen Sie ein kleines Brainstorming und beziehen Sie Ihre Mitarbeiter ein, so lässt sich ein Redaktionsplan recht leicht aufbauen. Wenn sich aktuell weitere Themen anbieten, um so besser. Zumindest geht Ihnen nicht in den ersten Wochen gleich die Luft aus.

Redaktionsplan
Redaktionspläne zu perfekten Timing der Veröffentlichung

Wie finde ich Hörer für meinen Podcast?

Niemand möchte nur für 5 Personen neue Beiträge aufnehmen. Natürlich ist jeder einzelne Hörer wichtig ist. Dennoch ist es das Ziel der meisten neuen Podcaster recht schnell 100, 500 oder gar 1.000 Hörer zu gewinnen. Das geht allerdings nicht über Nacht und auch nicht von allein. Ein bisschen Werbung muss sein, um viele neue Hörer für den Podcast zu gewinnen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten:

  • Veröffentlichen Sie Beiträge in Podcast-Verzeichnissen, denn das ist die Grundlage für eine hohe Reichweite.
  • Nutzen Sie eigene Plattformen wie Ihre Webseite oder Ihren Blog.
  • Bewerben Sie Ihre Beiträge auf Ihren eigenen Social-Media-Kanälen.
  • Auch fremde Portale in den Social-Media-Kanäen, wie Facebook-Gruppen o.ä. können Sie nutzen.
  • Nutzen Sie die Foren Ihrer Zielgruppe.
  • Machen Sie in Newslettern auf Ihren Podcast und den neuen Beitrag aufmerksam.
  • Kommentieren Sie fremde Blogs, dann das gibt erste Backlinks.
  • Gehen Sie Kooperationen mit anderen Podcastern oder Bloggern ein. Führen Sie beispielsweise Interviews, die den eigenen Lesern gefallen und auch neue Zuhörer auf den eigenen Podcast aufmerksam machen. Oder sprechen Sie mit anderen Podcastern über gemeinsame Themen.
  • Handelt es sich um spezielle Fachthemen, veröffentlichen Sie Pressemitteilungen in Fachzeitschriften.
  • Offline-Werbung ist nicht tot. Drucken Sie Flyer und lege diese aus. Dort, wo die entsprechende Zielgruppe unterwegs ist, kann sich das lohnen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Podcast im Speziellen oder brauchen Sie Unterstüzung bei der Ideenfindung? Oder haben Sie Fragen zu anderen Themen, wie Grafikdesign oder Marketing, schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Andrea Michalowski

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