Broschürenbindungen – Welche ist die Richtige?

Die Auswahl bei Broschürenbindungen ist groß. Da fällt die Antwort auf die Frage „Broschürenbindungen – Welche ist die Richtige?“ schwer. Welche Bindung ist für welchen Anwendungsfall am Besten geeignet?

Dazu sollte zunächst im Vorfeld festgelegt werden, welche Wirkung mit einer Broschüre erzielt werden soll und wie der Inhalt darauf abgestimmt werden kann.

So hat eine Imagebroschüre andere Ansprüche an Haptik und Optik als beispielsweise eine Bedienungsanleitung. Steht bei der Imagebroschüre die emotionale Ansprache im Vordergrund, kommt es bei Bedienungsanleitungen hauptsächlich darauf an, alle relevanten Informationen sprichwörtlich „Schwarz auf Weiß“ zu präsentieren.

In aller Regel befinden sich Imagebroschüren eher im Umlauf oder werden regelmäßig zum Nachschlagen genutzt, wo hingegen eine Bedienungsanleitung meist nur einmal zur Hand genommen wird.

Nachdem Seitenanzahl, Endformat und Grammatur für die Inhaltsseiten und den Umschlag feststehen, bleibt noch die Entscheidung der richtigen Bindungsart.

Broschürenbindungen – Welche ist die Richtige? Welche Möglichkeiten der Bindung gibt es?

Klammerheftung oder Rückendrahtheftung

Die wohl bekannteste Form der Broschürenbindung ist die Klammer- oder Rückendrahtheftung. Die gedruckten Bögen werden am Binderücken durch Heftklammern aus Draht verbunden. Seitenübergreifende Designs und Bilder, längere Artikel oder grafisch gestaltete Werbeanzeigen kommen bei dieser Broschürenbindung sehr gut zur Geltung. Des Weiteren eignet sich diese Bindung auch für Broschüren mit geringerer Seitenanzahl.

Broschürenbindungen - Welche ist die Richtige? Rückendrahtheftung

Anwendungsbeispiele:

  • Image- oder Informationsbroschüren,
  • Geschäfts- oder Jahresberichte,
  • Speise- oder Menükarten,
  • (Kunden-)Magazine oder Vereinszeitungen,
  • Programmhefte für kulturelle Veranstaltungen,
  • Zeitschriften
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Ringösenheftung

Durch die dezent eingearbeiteten Ösen eignet sich diese Bindungsart vor allem für Broschüren, welche ohne Lochung archiviert oder in einem Ordner aufbewahrt werden sollen.

Broschürenbindungen - Welche ist die Richtige? Ringösenheftung

Anwendungsbeispiele:

  • Schulungsunterlagen,
  • Ergänzungs- und Sammelhefte
Broschürenbindung - Ringösenheftung
Broschürenbindung – Ringösenheftung

Wire-O-Bindung oder Spiralbindung

Diese Form der Bindung erlaubt ein nach hinten Umschlagen der einzelnen Broschürenseiten, ohne Verblättern. Die flexiblen und stabilen Spiralbindungen gibt es in Metall oder Kunststoff. Spiralbindungen kennen wir häufig von Kalendern oder Dissertationen.

Broschürenbindungen - Welche ist die Richtige? Wire-O-Bindung

Anwendungsbeispiele:

  • Kalender
  • Koch- und Notenbücher
  • Schulungshandbücher
  • Seminarunterlagen
  • Dissertationen
  • Schreibblöcke
  • Verkaufsunterlagen
  • Broschüren

Klebebindung

Bei der Klebebindung wird mindestens eine Bundstärke von einigen Millimetern benötigt, daher eignen sie sich besonders gut für das Erfassen größerer Seitenzahlen (40-400 Seiten). Im Innenteil lassen sich einzelne Blätter und auch unterschiedliche Papiere verarbeiten.

Bei der Klebebindung werden einzelne gefalzte Bogen hintereinander zusammengelegt. Daraus ergibt sich der Innenteil des Druckproduktes. Damit der Klebstoff bis tief in die Papierfasern eindringen kann, wird der Rücken abgefräst und angeraut. Anschließend wird der Klebstoff mittels Walzen oder Düsen außen auf den Bund (Buchrücken) aufgetragen. Abschließend wird der Umschlag auf den noch nicht durchgetrockneten Klebstoff gepresst.

Broschürenbindung - Klebebindung

Anwendungsbeispiele:

  • Kataloge für Produkte oder Preislisten,
  • Veröffentlichungen wie Statistiken oder Dissertationen,
  • Imagebroschüren,
  • Geschäfts- oder Jahresberichte,
  • Aufstellung von Neuerscheinungen eines Verlages
  • Verkaufskataloge
  • Zeitschriften und Magazine
  • umfangreiche Broschüren
  • Taschenbücher
  • Werbebroschüren
Broschürenbindung - Klebebindung
Broschürenbindung – Klebebindung

Fadenheftung

Bei der Fadenheftung werden die Druckbogen über Fäden miteinander verbunden. Mit Faden geheftete Drucksachen halten sehr lange und weisen ein gutes Aufschlagverhalten auf.

Bei der Fadenheftung werden zunächst die einzelnen Druckbogen gefalzt. Diese werden anschließend zusammengetragen und miteinander vernäht. Hieraus entsteht der Buchblock, der im Rücken beleimt und anschließend dreiseitig beschnitten wird. Die vernähten und beleimten Buchblöcke lassen sich nun in diverse Umschläge einhängen – sie werden bei diesem Vorgang mit dem Umschlag „verheiratet“.

Für diejenigen, die es bunt mögen, bieten die Druckereien verschiedene Farben der Kapitalbänder, Lesezeichen und Fäden. Auch die Auswahl an Bezugsstoffen, Umschlagmaterialien und Papiere für den Inhalt ist meistens sehr groß, denn kein anderes Bindeverfahren macht den Einsatz so vieler unterschiedlicher Materialien möglich. Auch beim Umfang des Inhalts müssen Sie sich nicht begrenzen – über 1.000 Seiten lassen sich stabil und dauerhaft miteinander verbinden

Allerdings ist diese Art der Bindung sehr aufwendig in der Produktion, teuer und wird deshalb werden vor allem für hochwertige Werke eingesetzt.

Anwendungsbeispiele:

  • Bildbände
  • Bibeln
  • Kunstbücher
  • Belletristik
  • Kataloge
Broschürenbindung - Vertikale Fadenheftung
Vertikale Fadenheftung
Broschürenbindung - Horizontale Fadenheftung
Horizontale Fadenheftung

Broschürenbindung - Fadenheftung
Broschürenbindung – Fadenheftung
Buch mit Lesebändchen
Buch mit Lesebändchen

Wie Sie sehen, gibt es einiges zu beachten bei der Frage: Broschürenbindungen – Welches ist die Richtige? Haben Sie weitere Fragen zu diesem oder einem anderen Thema rund um die Kategorie Broschüren, treten Sie mit uns in Kontakt.

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Andrea Michalowski

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